Über Uns
Überblick über unsere Projekte
21.02.2014 - 13:43

Schule und Kindergarten

Unser erstes Schulgebäude in Mambo ist seit September 2009 in Betrieb. In der sogenannten Primary School werden Kinder von der 1. bis zur 6. Klasse unterrichtet. Das Interesse an unserer Schule aufgenommen zu werden ist enorm, nicht nur, weil das Schulgeld sehr gering ist, sondern weil die Ausbildung der Kinder sehr gut ist. Inzwischen wurde ein zweites Schulgebäude für etwa 30 Kindergarten- und Vorschulkinder fertiggestellt, insgesamt haben wir über 350 Kinder. Im Sommer 2013 wurde das dritte Schulgebäude für die Junior Secondary School von der 7. bis zur 9. Klasse, das entspricht unserer Haupt-/Realschule, fertig gestellt.

Ziel ist der Bau eines vierten Schulgebäudes für Senior Secondary School von der 10. bis zur 12. Klasse (Gymnasium). Weiterhin ist es erforderlich, das gesamte Schulgelände, wie in Afrika üblich, mit einer Mauer abzugrenzen. In der Zwischenzeit ist auch der Bau dieser Mauer abgeschlossen.


Bildung bis zum Abitur

Bei uns haben Kinder aus den ärmsten Schichten der Bevölkerung die Möglichkeit, eine gute Ausbildung zu erhalten und zwar vom Kindergarten bis zur Junior Secondary Schule. Wie in vielen afrikanischen Staaten ist die Umgangssprache Krio, eine ehemalige Sklavensprache. Unterrichtet wird ausschließlich in Englisch, da es als Landessprache elementare Bedeutung hat.


Die offizielle staatliche Anerkennung der Schule

Die offizielle Anerkennung der Schule dauerte äußerst lange, da in Sierra Leone staatliche Schulen vom Staat finanziert werden müssen. Leider bleibt das trotz Anerkennung noch absolut unsicher.
Für den laufenden Schulbetrieb werden ständig Mittel für Gehälter, Arbeitsmaterial und Unterhalt benötigt. Aktuell beschäftigen wir 16 Lehrer. Entsprechend unserem Ziel "Hilfe zur Selbsthilfe" hoffen wir, dass sich die Schule in ferner Zukunft selbst tragen kann - wissend, dass eine gewisse Unterstützung immer notwendig sein wird.
Die offizielle Registrierung der Schule ist auch für die Schüler von großer Bedeutung, weil dadurch ihre Schulabschlüsse offiziell anerkannt werden. Dies ist wiederum die Voraussetzung für eine weiterführende Ausbildung, für die Universität oder für eine berufliche Zukunft.


Krankenstation dringend nötig

Für die Zukunft planen wir, in einem der neuen Schulgebäude ein Krankenzimmer für die gesundheitliche Grundversorgung der Schülerinnen und Schüler einzurichten. Dafür wird natürlich auch
entsprechendes Material benötigt (Desinfektionsmittel, Pflaster, Binden, Schmerzmittel usw).
Wenn alle Gebäude eingerichtet sind und genügend Spendengelder eingehen, haben wir das Ziel eine vollwertige Krankenstation einzurichten, die nicht nur die Schulkinder betreut, sondern auch für die Bewohner Mambos und des Umlandes eine medizinische Grundversorgung darstellt.
Daher sind wir für jede Unterstützung sehr dankbar!

Unsere Schule in Mambo liegt etwa 25 Kilometer vom Stadtzentrum Freetown entfernt. Die Schüler kommen aus einem Umkreis von bis zu 13 Kilometern.


Schneiderei-Schule

Mit gespendeten, mechanischen Nähmaschinen aus Deutschland haben wir 2012 für 20 Frauen aus Mambo einen Nähkurs gestartet. Jeden Nachmittag erlernen sie in der Schule das Nähhandwerk. Geübt wird teilweise mit Papierverpackungen von Baumaterialien, da Stoffe teuer sind. Außerdem werden ihnen wichtige Kenntnisse wie Zahlenwissen und Englisch vermittelt. Nach Abschluss des Kurses nach 2 Jahren bekommt die beste Näherin eine Nähmaschine geschenkt. Seit 2015 fertigen unsere mittlerweile erfahreneren zukünftigen Schneiderinnen unsere Schuluniformen für die Schulkinder an.

Späteren Schulabgängern wird die Möglichkeit gegeben, zusätzlich zu ihrer Schulausbildung ein Handwerk zu erlernen und durch den Verkauf der Ware auch ein Nebeneinkommen zu erwerben.
Außerdem ist es Ziel unseres Vereins, dass die Schule dadurch selbst einen Teil ihrer Kosten tragen und somit ihren weiteren Ausbau und Erhalt sichern kann.


Container-Transporte, Sachspenden & neuer Schulbus!

Viele Aktionen und Sachspenden haben uns beim Aufbau, Einrichten und Ausstatten unserer Gebäude geholfen. Auch Schulmaterialien, Stoffe, Kleidung, Spielzeug und Möbel konnten per Container nach Sierra Leone verschifft werden. Ein Highlight war die Spende von Maria: Ein Schulbus, damit Lehrer und Schüler sicherer und in der langen Regenzeit auch trocken zur Schule kommen können. Mittlerweile ist dieser schon wieder zu klein geworden und mit dem nächsten Schuljahr 2016/2017 wird ein neuer größerer Bus mit 49 Stizplätzen eingesetzt, der günstig erworben werden konnte. Dieser wird zusätzlich als öffentliches Transportmittel für die Bevölkerung eingesetzt, was ein zusätzliches Einkommen für die Schule bedeutet.

Wir danken für die Spenden und Hilfe des Spenders aus Langenau sowie der Firma Carglass aus Ulm, welche uns finanziell unterstütz sowie den Bus für uns aufbereitet haben.



Administrator Karo


gedruckt am 18.12.2017 - 18:27
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