Bericht April - Juni 2010


Von Ende April bis Ende Juni war Frau Walz wieder auf einen weiteren Besuch in Sierra Leone.

Der Bau des zweiten Schulgebäudes konnte nicht planmäßig im April fertig gestellt werden, weil die Regierung den Verkauf von Bauholz gestoppt hat. Holz konnte nur unter großen Schwierigkeiten und total überteuert gekauft werden. Dazu waren wir allerdings nicht bereit. So konnte der Bau eben nur verzögert und mit Improvisation weitergehen.

Die Lage hat sich zwischenzeitlich wieder gebessert, so dass das neue Schulgebäude zum Schulbeginn im September fertig sein wird.



Unser Verein Wamagriso ist jetzt offiziell in Sierra Leone registriert und als Organisation anerkannt. Somit kann jetzt auch das Land auf den Verein registriert werden, das wir von der Gemeinde Mambo kostenlos erhalten haben. Damit ist die Voraussetzung geschaffen eine Mauer um das Schulgelände zu errichten um die Besitzverhältnisse zu verdeutlichen. Dieses ist sehr wichtig in Afrika.

Die Lehrer arbeiten weiterhin engagiert und hoch motiviert. Diese Motivation ist auch bei den Eltern zu spüren. Anders als in Afrika üblich, interessieren sich die Eltern für den Ablauf des Schulbetriebes. Der letzte Elternnachmittag hat diese Tendenz bestätigt. Waren beim ersten Termin nur etwa 20 % anwesend, so waren beim letzten Termin nahezu alle Eltern vertreten.

Lehrer

Von der Regierung wurden uns Schulbücher zur Verfügung gestellt. Es mangelt aber weiterhin an Heften, Stiften und weiteren Arbeitsmaterialien. Es wäre daher schön, wenn wir dafür die eine oder andere Spende erhalten würden. Dieses gilt natürlich auch für die weiteren Projekte, die noch geplant sind. So suchen wir auch noch nach wie vor Sponsoren für die Schulsportuniformen.

Im Juni hat ein „voluntary worker“ an unserem Projekt mitgearbeitet. Im Rahmen eines Sozialpraktikums an unserer Schule in Mambo hat er für einen Monat sehr engagiert gearbeitet.



Die Ausbildung der afrikanischen Lehrer ist nicht mit der in Europa zu vergleichen. Daher haben wir vorgesehen Lehrer und Praktikanten aus Deutschland oder anderen europäischen Staaten zu gewinnen, die für eine gewisse Zeit ehrenamtlich an unserer Schule arbeiten. Dadurch besteht die Möglichkeit den afrikanischen Lehrern, die aus finanziellen Gründen nicht die Möglichkeit haben in Europa zu studieren, an unserer Schule das europäische Schulsystem näher zu bringen. Allein der Aufenthalt des Praktikanten im Juni hat gezeigt, wie viel neue Ideen und Impulse für den Unterricht weitergegeben werden können. Unsere Lehrer waren überrascht, welche Kenntnisse ein deutscher Abiturient bereits besitzt. In verschiedenen Gesprächen wurde über die Unterrichtsmethoden gesprochen.
Zuerst einmal freuen sich jetzt auch die Kinder in Mambo auf die ca. zweimonatigen Schulferien.



Danach können wir dann im neuen Schuljahr 50 weitere Schulkinder begrüßen!!!

Maria Walz




Druckbare Version
Seitenanfang nach oben