Mein Afrika - Erfahrungsbericht von Helga Janz.

Mein Afrika!
Im Oktober 2009 lernte ich Maria Walz in Lonsee, auf ihrem ersten Vortrag über ihr Projekt Wama Griso in Sierra Leone, kennen.
Bei einem kurzen persönlichen Gespräch nach der Präsentation, lud sie mich spontan ein, sie in Sierra Leone zu besuchen, um ihre Arbeit, Land und Leute mit eigenen Augen zu sehen und zu erleben.
Mein Traum wird wahr! Ich mache mich auf den Weg nach West-Afrika!
Seid vielen Jahren ist es mein Wunsch, mich in der Entwicklungshilfe als Arzthelferin zu engagieren.
Nun gingen die Vorbereitungen los.
Reisepass, Impfungen, Visum....

Am 2.Februar 2010 sitzte ich im Flieger nach SL. 14 Tage Afrika liegen vor mir. Nach einem abenteuerlichen Flug werde ich von Maria und zwei Mitarbeitern von Wama Griso am Flughafen abgeholt und fühle mich 14 Tage absolut herzlich willkommen und bekomme einen kleinen Eindruck von diesem reizvollen Land.
Wir waren in der Großstadt mit ihrem lauten Treiben und im Busch unter den Naturvölkern. Es waren beeindruckende, anstrengende, schweißtreibende und fröhliche Tage.

Die Besuche in der Schule von Wama Griso in Mambo waren meine größte Freude. Die Kinder sind voller Eifer beim Lernen und sie schließen mich alle schnell in ihre Herzen und ich sie alle in meines! Diese Herzlichkeit und Dankbarkeit rührt mich zutiefst und ich verspreche den Lehrern und Schülern, in Deutschland über ihre Schule zu berichten und Spenden zu sammeln, damit diese Menschen, die traumatisiert sind durch den über 10 Jahren andauernden Bürgerkrieg und die schwierigen politischen Verhältnisse, eine Chance auf Bildung bekommen. Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste, was sie brauchen. Ich wünsche mir von Herzen, dass sie die Möglichkeit bekommen, ihr Leben selber zu verbessern.Es liegt mir fern, die Menschen zu verändern in ihrer Lebensweise und mir oft sehr unverständlichen Traditionen.

Ein sehr wichtiges Anliegen von Wama Griso ist auch eine vernünftige medizinische Versorgung der Menschen unmittelbar bei der Schule. Nach der schockierenden Besichtigung eines Regierungskrankenhauses ist mir bewußt, dass man mit einfachen hygienischen Maßnahmen und Hilfen sehr viel bewirken kann.
Wunderbare Eindrücke und weniger Schönes habe ich aus diesem Urlaub mit nach Hause genommen.Großes Glück empfinde ich, dass ich gesund zu meiner Familie zurückgekehrt bin, mit vielen neuen Freunden in Afrika!
Ich freue mich schon auf die Eröffnung der Krankenstation in hoffentlich naher Zukunft. Dann werde ich mich wieder auf den Weg machen. Diesmal um zu arbeiten und etwas von meinem Wissen als Arzthelferin weiterzugeben!
Maria und allen Mitarbeitern und Gönnern von Wama Griso wünsche ich weiterhin so viel Tatkraft, Freude und Gottes Segen für ihre wunderbare Arbeit!!

Helga Janz


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